Öffnungszeiten:
Mo.-Fr. 9:30-18:00 Uhr
Sa. 9:30 - 12:30 Uhr

Blick auf die Bleiloch - Talsperre In guten Karten ist das etwa 80 Kilometer lange Bleiloch als Bleichlochtalsperre verzeichnet. Der gefährliche Name dieses Wassers hat seinen Grund und wirft seinen Schatten auf unseren Angelausflug voraus. Zum einen zeigt sich das Wetter bleigrau, gleichwohl Schneereste eines Wintereinbruches in den Thüringer Bergen dagegen ankämpfen. Zum anderen instruiert mich Rolf am Vortag, ja genügend Angelköder einzupacken, weil neben den Fischen auch die Felsen bissig sind.
Das Fremdenverkehrsamt in Saalburg hat für uns schon um 8.00 Uhr geöffnet und steigert das Bruttosozialprodukt durch den Verkauf von vier Angelkarten - Rene und Andy sind auch mit von der Angelpartie.
Nur 500 Meter vom Rathaus und Angelkartenausgabestelle bergab, können wir unsere Gummiköder wässern. Kleinfischschwärme an der Wasseroberfläche heben unsere Stimmung, auch wenn uns kalter Wind in Hände und Gesicht schneidet. Trotz Oberflächenfischen schicken wir unsere Köder am Grund auf Schleichfahrt.
Damit unser mentales Hoch keine Überhand gewinnt, fängt es alsbald zu nieseln und, Petrus sei Dank, auch richtig zu regnen an. Die vier Hitzegrade über Null spüren wir nicht. Dafür fühlen wir uns bald wie die Fische im Wasser. Die haben es allerdings besser, denn die Wassertemperatur beträgt mindestens zehn Grad Celsius und Wind gibt es dort auch nicht.
Wir hüllen uns in Gummi und Flies und kämpfen verbissen gegen die Steinbeißer. Fische beißen nicht. Dennoch sind wir nicht unzufrieden, denn das Bleiloch hat kaum den befürchteten Tribut gefordert. Im Gegenteil, auf dem angelnden Rückweg zum Auto zeigt sich der erste Hecht. Er steigt in voller Länge seiner geschätzten 70 Zentimeter aus dem Wasser, rüttelt senkrecht in der Luft und lässt Wasserfontänen fliegen. Das wäre ein tolles Bild, würde nicht auch der Gummifisch angeflogen kommen ... Andy hätte seinen Fotoapparat besser auf den Hechtsprung, statt auf meine krumme Rute halten sollen!
Wir wechseln die Stelle und fahren zum Luchsloch. Das ist eine Tarnbezeichnung. Nur Eingeweihte wissen, was da beißt. Vor dem Ausschwärmen gibt es gegen die Magenrebellion Tee mit Beißverstärker und Würstchen mit bissigem Senf.

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